Merkels Flüchtlinge haben Sendepause

Es ist ein wenig ruhiger geworden, um Merkels Flüchtlinge und man könnte fast glauben, der Zustrom nach Deutschland hätte sich normalisiert, wie immer man das sehen oder interpretieren mag. Offizielle Zahlen von Neuankömmlingen suggerieren uns, dass sich die hereinschwappende Flut in eine harmlose Ebbe verwandelt habe und sich die Wogen allmählich glätten. 

Allerdings, der knietiefe Schlick ist dem deutschen „Wattwanderer“ geblieben, um bei dieser Metapher zu bleiben. Lediglich der eine oder andere "kleine" Terroranschlag oder Lagerbrand stört die Ruhe. 

Dennoch, im ersten Halbjahr 2017 kamen nur noch gut 90.000 Asylsuchende ins Land, etwa halb so viele wie im gleichen Zeitraum 2016, das zumindest verkaufen uns wortgewaltige Regierungsstimmen. Diese Entwicklung hat Merkel den Österreichern zu verdanken, obwohl man den "Rückgang" gerne als eigenen Erfolg verkauft. Gleichzeitig erfüllt die massive Einwirkung von Regierungsseite auf deutsche Berichterstattungen in öffentlich-rechtlichen Sendern, wie auch auf Printmedien, die verharmlosende und staatsgenehme Informationspolitik. Ziel: die Bürger in relativer Sicherheit wiegen.

"Zur Flüchtlingsobergrenze ist meine Haltung klar: Ich werde sie nicht akzeptieren", sagte die Kanzlerin im ARD-Sommerinterview. Was sie damit noch einmal bekräftigte: Der Bayernplan nach einem Limit von 200.000 Flüchtlingen wird an ihrem sturen Nein scheitern. Wenn das so ist, werde mich schon mal warm anziehen, denn ich fasse ihren stoischen Humanitätswahn als Drohung auf. Nach der Wahl wird sie wohl wieder „alle Kindlein“ zu sich kommen lassen. Klar, während des Wahlkampfes kann und will sich Merkel nicht mit Flüchtlingen herumschlagen.


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